Museum Frieder Burda

Baden-Baden

Die Kerze

22. Oktober 2016 – 29. Januar 2017

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden widmet eine Ausstellung dem Motiv der Kerze in der Bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Ausgehend von einem der Hauptwerke der Sammlung Frieder Burda, der „Kerze“ von Gerhard Richter aus dem Jahr 1982, wird anhand von Gemälden, Skulpturen und Installationen diesem prominenten Motiv der Kunst- und Kulturgeschichte nachgegangen. 

Die Abbildung von Kerzen ist zeitlos und zugleich emotional aufgeladen, sinnfällig und zugleich symbolträchtig. Das mystifizierte Bild vom An-, Verbrennen und Erlöschen gilt als spirituelle Metapher für den Lebenszyklus und hat im religiösen Kontext seit Jahrhunderten seinen festen Platz. In der Kerze manifestieren sich Trauer und Melancholie, sie gilt als Vanitas-Symbol, steht für Wissenschaft und Künste und versinnbildlicht nicht zuletzt Erotik und Begehren.

Die Ausstellung untersucht, wie Künstler im 20. und 21. Jahrhundert – etwa Gerhard Richter, Georg Baselitz, Nam June Paik, Jeff Koons, Dunja Evers und Eric Fischl das Motiv Kerze mit seinen vielfältigen Bildtraditionen aufgreifen, variieren und in neue Bedeutungszusammenhänge stellen.

Dunja Evers | First Light Part 1 | Videoloop 71 minutes | 2005
Dunja Evers | First Light Part 1 | Videoloop 71 minutes | 2005

Kunsthalle Nürnberg

Mit anderen Augen. Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie

Fr., 14.10.2016 bis So., 15.01.2017

Die Ausstellung nutzt das Potential des KunstKulturQuartiers und wird als Großprojekt gleichzeitig in der Kunsthalle Nürnberg und dem Kunsthaus stattfinden.

 

Das Porträt ist eine der ältesten Kulturtechniken, um sich des Gegenübers durch malerische, skulpturale und fotografische Aneignung zu erinnern oder zu vergewissern.Seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert hat die Fotografie die Aufgabe, die Identität und Individualität von Menschen sowie ihre familiären, kulturellen und sozialen Zusammenhänge darzustellen, weitgehend übernommen. Heute ist die Fotografie aufgrund der technischen Entwicklung, von Kameras in jedem Mobiltelefon bis hin zur digitalen Bearbeitung von Bildern und ihrer Verbreitung in den sozialen Netzwerken, das weltweit populärste Bildmedium überhaupt.

 

Vor diesem Hintergrund umfasst die Ausstellung "Mit anderen Augen. Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie" ein breites Spektrum zeitgenössischer Porträtfotografie seit den 1990er-Jahren mit einer vielschichtigen Auswahl von 44 deutschen und internationalen künstlerischen Positionen.

Ausstellungskatalog "Mit anderen Augen"                                                                 Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie

Ausstellungsansicht  "Mit anderen Augen"  Kunst Museum Bonn   2016

Mit anderen Augen -

Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie

In der aktuellen Kunst, insbesondere innerhalb der Fotografie, gehört

das Porträt nach wie vor zu den wichtigen und immer wieder neu

gestalteten bildnerischen Inhalten. Die ästhetischen Ansätze reichen

vom Dokumentarischen bis zur Inszenierung, von der Neuformulierung
ikonografischer Bildtraditionen bis hin zur künstlerischen
Beschäftigung mit Aspekten der Amateurfotografie oder der Abstraktion

als mögliche Reflexionen des Themas.
Mit dem gemeinsamen Ausstellungsprojekt nähern sich das Kunstmuseum Bonn

und Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln

dieser Vielschichtigkeit und Aktualität an.
Während das Kunstmuseum Bonn das Hauptaugenmerk auf Aspekte zeitgenössischer Porträtfotografie in Deutschland lenkt und hierbei künstlerische,
konzeptuelle und über das Genre auch hinausweisende Ansätze einbezieht,

konzentriert sich Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur vorwiegend

auf internationale Werkserien mit künstlerisch-dokumentarischem

Ansatz undgibt einen Einblick in den hauseigenen Bestand zum Thema Porträt.

DAS SIND WIR

PORTRÄTFOTOGRAFIE 1996–2013

Seit der Erfindung der Fotografie ist das Interesse am menschlichen

Abbild ungebrochen. In der Ausstellung werden neun unterschiedliche

Serien zur Porträtfotografie von 1996 bis 2013 gezeigt. Es sind Aufnahmen,

die auf der Straße und im Atelier, im dokumentarischen

Kontext und im experimentellen Rahmen entstanden sind. Zu sehen ist

die ganze Breite heutiger Strategien, Methoden und Haltungen, mit der

sich künstlerisch arbeitende Fotografen diesem Genre zuwenden.

In den Serien werden die Grenzen des Mediums, der Einfluss des

Internets und Genderthemen verhandelt. Bei all den unterschiedlichen

Arbeitsansätzen lassen sich zwei grundsätzliche Strömungen unterscheiden:

das Individualporträt und das Porträt der Gesellschaft.

Die Autoren sind the photographers are: Max Baumann, Kristleifur

Björnsson, Dunja Evers, Verena Jaekel, Birgit Kleber, Boris Mikhailov,

Loredana Nemes, Michael Schäfer und Tobias Zielony.

Ever since photography was invented, images of people have been an

unending source of fascination. The nine different series of portrait

photography in this exhibition originated between 1996 and 2013. The

pictures were taken on the street and in the studio, in a documentary

context and in an experimental framework. We experience the full

spectrum of strategies, methods and attitudes currently adopted by

photographers who address this genre from an artistic perspective,

exploring the boundaries of the medium, the influence of the Internet

and gender issues. For all the differences in approach, we discern two

basic threads: portraits of individuals and portraits of society.

New:

Dunja Evers

with a text by Ilma Rakusa

edition of 100, signed and numbered

 

availabe at

www.seminarerum.ch

www.dunjaevers.com